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Planung

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Die Waldwirtschaft agiert in einem dynamischen und in vielen Aspekten nur schwer einschätzbaren Umfeld. Technologische Innovationen, der Wertewandel in unserer modernen Gesellschaft sowie eine sich ständig verändernde Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen sind wichtige Einflussfaktoren. Gleiches gilt für eine vergrösserte Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit gegenüber dem Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen sowie gegenüber den kurz- und langfristig zu erwartenden Veränderungen des Klimas. Die Ansprüche an den Wald sind daher sehr unterschiedlich. Der Waldeigentümer, die Kunden des Holzgewerbes und der Industrie, Erholungssuchende, Jäger und Naturschützer haben legitime Interessen und Zielsetzungen, die sich in ihrer Gesamtheit nicht immer synergetisch verbinden lassen.

 

Die im Waldgesetz verankerte, "moderne" forstliche Planung verlangt eine Neuorientierung. In der Waldentwicklungsplanung wird die traditionelle, rein forstfachliche Denkweise der früheren "Forsteinrichtung" ersetzt durch einen integralen Planungsprozess, wobei auch den öffentlichen Interessen am Wald gebührend Beachtung geschenkt wird. In einem breit angelegten Mitwirkungsverfahren werden die verschiedenen, öffentlichen und privaten Ansprüche an den Wald erfasst und in eine raumplanerische Ordnung gebracht. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den Nutzungsarten, die sich gegenseitig beeinträchtigen oder sogar ausschliessen.

 

Der Waldentwicklungsplan gibt Aufschluss über die Standortverhältnisse, legt die Ziele der Waldentwicklung sowie die Bewirtschaftungsgrundsätze fest und gewichtet die Waldfunktionen.

 

Der Betriebsplan legt die Pflege und Bewirtschaftung des Waldes auf betrieblicher Ebene fest. Im Rahmen der Ziele und Grundsätze der Waldentwicklungsplanung richtet er sich nach den Interessen und Bedürfnissen des Waldeigentümers / des Forstbetriebes. Der Betriebsplan enthält insbesondere Angaben über:

  • Grösse und Zustand des Waldes
  • Bewirtschaftungsziele des Betriebes
  • Waldbauliche Massnahmen
  • Betriebsstrukturen
  • Kontrollverfahren

Eigentümer mit mehr als 50 Hektaren Waldfläche sind verpflichtet, einen Betriebsplan zu erstellen. Das Kantonsforstamt stellt den Waldeigentümern einen Musterbetriebsplan zu Verfügung und die Waldregion unterstützt sie bei der konkreten Ausgestaltung des Betriebsplans.

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