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Tag des Waldes 2018

«Wald und Gesundheit»

Gruppenfoto

 

Das Kantonsforstamt hat den diesjährigen Anlass zum Tag des Waldes unter das Motto «Wald und Gesundheit» gestellt. Regierungsrat Bruno Damann animiert die Bevölkerung in den Wald zu gehen, sich zu entspannen, die Ruhe zu geniessen oder Sport zu treiben. Der Wald ist im ortsüblichen Umfang für jedermann frei zugänglich.

 

Zum Tag des Waldes 2018 konnte Kantonsoberförster August Ammann im stadtnahen Wald von Buchs rund fünfzig Gäste aus Politik und Waldwirtschaft begrüssen. Das Kantonsforstamt nimmt den internationalen Tag des Waldes jedes Jahr zum Anlass, die Leistungen des Waldes in den Fokus zu stellen. Heuer steht die Wirkung des Waldes auf die Gesundheit des Menschen im Zentrum.

 

In seinem Grusswort strich Regierungsrat Bruno Damann die besondere Bedeutung des Waldes für unser Wohlbefinden hervor. Wegen dem zunehmenden Verkehr und der zunehmenden baulichen Verdichtung in den Städten und Agglomerationen werde der Wald als Erholungsraum immer wichtiger. Dazu komme die Hektik und der Leitungsdruck am Arbeitsplatz und in der Freizeit sowie die Reizüberflutung durch Werbung und Medien.

Damann wies auf eine Erhebung der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) hin, wonach im Sommer 87% und im Winter 71% der Bevölkerung mindestens einmal im Monat in den Wald gehe. Eine Besonderheit sei die gute Erreichbarkeit. Dank einer konsequenten Walderhaltungspolitik sei der Wald auch in den Ballungsgebieten erhalten geblieben. Im Durchschnitt würden Herr und Frau Schweizer nur gerade 19 Minuten zum nächsten Wald benötigen, in der Regel zu Fuss.

 

Die 5. Primarklasse von Frau Regula Keller vom Schulhaus Grof in Buchs zeigte anschaulich, wie vielfältig die Schulen heutzutage den Wald für den Sportunterricht nutzen. Solche Aktivitäten fördern die Freude an Bewegung und körperlicher Leistung im Freien und helfen gleichzeitig den Kindern ihr Immunsystem zu entwickeln, welches das Entstehen von Allergien und Entzündungskrankheiten hemmt. «Ab in den Wald!» ist darum der Aufruf von Markus Weissert, dem ehemaligen Leiter der Pädiatrie und Neuropädiatrie am Kinderspital St. Gallen. Er wies auf die vielfältigen gesundheitsfördernden Aspekte des Waldes hin. Ein Waldspaziergang führe zu einer psychischen Entspannung und die Stimmungslage verbessere sich. Vitalität, Elan und Spannkraft nehme zu.

 

Der grosse Teil der Wälder in der Gemeinde Buchs gehören der Ortsgemeinde. Heini Senn, Präsident der Ortsgemeinde Buchs, wies darauf hin, dass die Ortsgemeinde den Wald der Bevölkerung gerne für die Wohlfahrt zur Verfügung stelle, dabei gehe jedoch oft vergessen, dass dies mit zunehmenden Kosten verbunden sei, wie zum Beispiel der Unterhalt der Wege oder die Sicherheitsholzerei entlang dieser Wege. Revierförster Andreas Gerber machte insbesondere auf etliche Eschen aufmerksam, die von einem eingeschleppten Pilz befallen sind und im Laufe der nächsten Jahre langsam absterben werden. Das Risiko, dass ein umstürzender Baum oder ein herabfallender morscher Ast einen Waldbesucher verletzt, sei nicht unerheblich.

 

Am Schluss des kleinen Waldrundgangs, in der Pfadihütte Buchs erkläre der erfolgreiche Appenzeller Holzbauer Hannes Nägeli aus Gais, die wohltuende Wirkung des Waldproduktes «Holz». Nägeli baut Häuser aus verdübelten Brettelementen ohne Fremdstoffe. Diese Bauweise führe zu einem angenehmen und gesunden Wohnklima. Die verwendeten Materialen würden zu 100 % aus der Schweiz stammen und ökologisch und nachhaltig produziert. Nägeli ist der Überzeugung, dass solange wir die Gesetze der Natur nicht anerkennen, die Zukunft der Menschheit auf diesem schönen und einzigartigen Planeten gefährdet sei.

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