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Messsysteme

Automatische Schneemessstation Amden (IMIS-Station Amden)

Warnung, Evakuation, Strassen- und Pistensperrungen usw. gehören zu den organisatorischen Massnahmen beim Umgang mit Naturgefahren. Sie werden auf Grund der aktuellen Gefahrenbeurteilung angeordnet. Technische Systeme können dabei behilflich sein. In Amden stützt man sich bei der Ermittlung der Lawinengefahr seit 1997 auf eine automatische Schneemessstation. Diese Anlage ist Bestandteil des Interkantonalen Mess- und Informationssystemes IMIS zur Schnee- und Lawinenwarnung und wurde als forstliches Projekt realisiert. Auf dem Bärenfall steht die Schnee- und auf dem Mattstockgipfel die Windmessstation. Laufend werden Schneehöhe und -temperaturen sowie meteorologische Daten gemessen und für die Benutzer visualisiert. Diese Messwerte fliessen in Modelle zur Berechnung des Schichtaufbaues der Schneedecke ein, welcher entscheidenden Einfluss auf die Lawinengefahr hat. Der Datensatz dieser Messstation interessiert auch bei ökologischen Fragestellungen.

 

Diese IMIS-Station ist aus zwei Gründen auch auf nationaler Ebene wichtig. Amden liegt in einer Zone, welche in Bezug auf die Meereshöhe die grössten Schneemengen der Schweiz erhält. Diese Station ist zudem die am weitesten nördlich gelegene.

 

Die aktuellen Daten der IMIS-Stationen sind für die Lawinendienste jederzeit online abrufbar. Ein reduzierter Datensatz steht auch der Öffentlichkeit zur Verfügung.

 

Die Internetadresse lautet: www.slf.ch/lawineninfo/zusatzinfos.

 

Diese Homepage erläutert das Messsystem, informiert über die lawinentechnischen Grundlagen und enthält auch das nationale und regionale Lawinenbulletin.

 

Messstation Schänis der Langfristigen Waldökosystemforschung (LWF)

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Schema Wald (Grafik: Peter Waldner, WSL)

Im Buholz in der Gemeinde Schänis betreibt die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), Birmensdorf, eine Untersuchungsfläche im Rahmen des international angelegten Beobachtungsnetzes zur Langfristigen Waldökosystemforschung (LWF).

 

Dieses Projekt ist beschrieben unter www.wsl.ch/dienstleistungen/inventare/lwf.

 

Während mindestens 30 Jahren werden auf den Beobachtungsstandorten Waldökologie sowie natürliche und anthropogene Einflüsse auf den Wald untersucht. Die international koordinierten Langzeitbeobachtungen dienen der Erforschung der Ursache – Wirkungsbeziehungen im Ökosystem Wald. In der Schweiz wurden auf repräsentativen Standorten 17 Messstellen eingerichtet. Die Waldregion 4 hatte den Standort Schänis vorgeschlagen, weil der Prallhang am Ausgang des Mittellandes besonders interessante Beobachtungen versprach. Die Erwartungen werden nicht enttäuscht. Für den Forstdienst sind auch die standortskundlichen Informationen sehr wertvoll. Die aktuellen Niederschlagsdaten der LWF-Meteostation Schänis stehen der Öffentlichkeit online zur Verfügung.

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