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Sturmschadenwiederherstellung

Sturmschadenfläche in Amden

Foto: R. Ehrbar

Sturmschäden

Foto: B. Blöchliger

Die Waldregion 4 wurde von allen grossen Stürmen stark betroffen. In historischer Zeit war es der Sturm 1919, der sich noch heute auf gewisse Bestandesbilder auswirkt. In neuerer Zeit sind es die Stürme 1982, 1983, 1987, 1990 („Vivian“), 1999 („Lothar“) und 2003. Die Schadenflächen wurden im Rahmen von Aufforstungsprojekten wieder bestockt, wobei folgende Grundsätze zur Anwendung kamen:

 

  • optimale Erfüllung der Waldfunktionen

  • möglichst grossen Flächenanteil der Naturverjüngung überlassen

  • Schaffung stabiler, artenreicher, wenig störungsanfälliger Bestände mit der Fähigkeit zur Naturverjüngung und künftig möglichst wenig Pflegeaufwand

Die grössten zusammenhängenden Schadenflächen mit insgesamt 180 ha entstanden in der Submontanstufe von Rapperswil-Jona. Allein 160 ha stammen aus den Jahren 1999 und 2003. Die Hälfte überliess man der Naturverjüngung. Die andere Hälfte wurde mit 42 verschiedenen Baum- und Straucharten bepflanzt. Auf 30 Hektaren waren es Eichen. Die neue Waldgeneration ist sehr naturnah und artenreich, im Gegensatz zu den von den Stürmen geworfenen fast reinen Fichten-Tannen-Beständen.

 

In den Berglagen hinterliess vor allem der Orkan „Vivian“ im Jahr 1990 seine Spuren. Mit stützpunktartigen Bepflanzungen und dank reichlich Naturverjüngung konnten auch diese Schadenflächen wieder bestockt werden.

Die Sturmflächen in tiefen Lagen bedürfen jahrelanger intensiver Pflege. Wegen Borkenkäferbefalles nach den Windwürfen hat sich der Fichtenanteil im Laubwaldgebiet inzwischen erheblich vermindert.

 

 

Freihaltefläche

Die ganzheitliche Betrachtung des Lebensraumes ist sehr wichtig, nicht nur auf Sturmflächen, weshalb die Bedürfnisse von Wild und Jagd in die Planungen und Massnahmen einfliessen.

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