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Unser Wald

Stufiger Buchenwald in Uznach

Stufiger Buchenwald in Uznach

Lage der Waldregion 4 See

Die Waldregion 4 See liegt im Südwesten des Kantons St. Gallen zwischen Zürich- und Walensee, Tössbergland, Ricken und Speer. Der Schwerpunkt befindet sich bei 720‘600/230‘300 bzw. 47°12‘ N/9°01‘ E.

 

Folgende Ortschaften gehören zur Waldregion 4: Amden, Benken, Ernetschwil, Eschenbach Goldingen, Gommiswald, Kaltbrunn, Rieden, Schänis, Schmerikon, St. Gallenkappel, Uznach, Weesen und die Stadt Rapperswil-Jona.

Die Gesamtfläche der Waldregion beträgt ohne Seeanteil 246 km2.

 

 

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Natürliche Grundlagen

Die natürlichen Gegebenheiten sind äusserst vielseitig. Die Waldregion 4 erstreckt sich von Seehöhe in 420 m.ü.M. bis zum Leistchamm (Amden) als höchstem Punkt auf 2001 m.ü.M., also vom Mittelland bis auf die Gipfel der nördlichen Kalkalpen. Alle vegetationskundlichen Höhenstufen von kollin bis alpin sind vertreten.

 

Die Geologie prägt die Waldstandorte und ist sehr abwechslungsreich. Die wichtigsten Gesteinsunterlagen sind Nagelfluh, Sandsteine und Mergel der Molasse, Kalke und Mergel der helvetischen Decken, Flysch und flyschähnliche Gesteine sowie Moränen. Der Speer (1950 m.ü.M.) ist als höchster Molasseberg gleichzeitig der zweithöchste Gipfel der Waldregion. Bäche haben tiefe und steile, meistens bewaldete Tobel in die Molassegesteine eingeschnitten. Das Nährstoffangebot und der Wasserhaushalt der Waldböden sind sehr verschieden. Dementsprechend variiert die Wuchskraft der Wälder in einem grossen Bereich.

 

Die Niederschlagsmenge ist hoch. Die Jahressummen liegen zwischen 1300 und 2000 mm. In Amden wurden auf 1600 m.ü.M. Schneehöhen von fünf Metern gemessen.

 

In der Waldregion 4 kommen Hoch- und Flachmoore sowie Trockenwiesen von nationaler Bedeutung vor. Die Waldregion ist Lebensraum von Reh, Gemse, Rothirsch, Steinbock und Luchs. Sie beherbergt die vier Raufusshuhnarten Auerhuhn, Birkhuhn, Haselhuhn und Schneehuhn. Es sind Standorte seltener und geschützter Blütenpflanzen, Farne, Moose und Flechten bekannt.

 


Waldfläche

Die Waldfläche umfasst rund 8‘000 ha. Etwa zwei Drittel befinden sich in öffentlichem Eigentum, vor allem von Ortsgemeinden. Ein Drittel ist Privatwald und konzentriert sich in den nördlichen Gemeinden Eschenbach, Ernetschwil, Goldingen und St. Gallenkappel.

Die wichtigsten Informationen zu den Waldbeständen sind in den Bestandeskarten enthalten.

 

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Der Wald nimmt 33% der Bodenfläche der Waldregion 4 ein.

Die Wälder verfügen über eine Basiserschliessung mit lastwagenbefahrbaren Waldstrassen. Ergänzend dazu ist im geeigneten Gelände eine Feinerschliessung mit Maschinenwegen und Rückegassen erstellt worden. Dies ermöglicht den Holztabtransport mit forstlichen Spezialfahrzeugen. In Berglagen ist die Basiserschliessung teilweise so extensiv, dass das Holz mit dem Helikopter an die Waldstrasse transportiert werden muss. Solche schlecht erschlossene Wälder sind von menschlichen Störungen wenig tangiert.

 


Waldstandorte

Die Vielfalt der Waldstandorte sehr gross. Das Spektrum reicht von den Linden- und Traubeneichenwäldern auf trockenen Böden bis zu den nassen Moor- und Bruchwäldern. Den grössten Flächenanteil nehmen mit je ca. 35% die sub-/untermontanen Buchenmischwälder und die Tannen-Buchenwälder der obermontanen Stufe ein. Auf die Tannen-Fichtenwälder, welche für die hochmontane Stufe typisch sind, entfallen 9%. Eschenwälder kommen auf 3% vor und Sonderwaldstandorte finden sich auf 4%. Die Subalpinstufe ist mit ihren Nadelwäldern auf 2% der Fläche vertreten.

Die Waldgesellschaften sind im Geoportal Standortskarte dargestellt.

 

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Holznutzung

Holznutzung ist in der Waldregion 4 mit Ausnahme der Naturwaldreservate und Altholzinseln sowie der Gebüschwälder auf der gesamten Waldfläche möglich.

Das nachhaltige Holznutzungspotenzial beträgt etwa 47‘000 m3 pro Jahr. Die effektive Holznutzung variiert von Jahr zu Jahr entsprechend den Verhältnissen auf dem Holzmarkt.

 

Etwa zwei Drittel der Nutzung entfallen auf Nadelholz, ein Drittel auf Laubholz. Gut die Hälfte ist Nadelstammholz. Der Forstdienst und die Waldeigentümer sorgen dafür, dass die Nachfrage der einheimischen Sägereien, Energieholzverwerter und Spezialbetriebe befriedigt werden kann. Zudem werden Abnehmer ausserhalb der Waldregion und im Ausland beliefert.

 

Die Waldregion 4 führt jedes Jahr eine regionale Wertholzsubmission durch. Im Januar und Februar werden die wertvollsten Holzstämme aus der winterlichen Nutzung der Waldregion und von  Nachbarregionen in Kaltbrunn sortimentsweise ausgestellt und im Submissionsverfahren den Höchstbietenden verkauft.

 

www.holzmarkt-ostschweiz.ch/index.php/aktuell/wertholzsubmissionen

 

So können die besten Holzstämme ihrem optimalen Verwendungszweck, z.B. der Furnierproduktion, Schreinereien oder dem Instrumentenbau, zugeführt werden. Die Submission generiert einen beträchtlichen Mehrerlös. Sie dient auch der Öffentlichkeitsarbeit, indem diese interessante „Holzausstellung“ jeweils einen grossen Besucheraufmarsch aus der Bevölkerung verzeichnet.

 

Die Wälder der Waldregion 4 sind meistens naturnah aufgebaut und deshalb durch einen grossen Anteil und ein breites Artenspektrum von Laubbäumen gekennzeichnet. Dies ist eine gute Voraussetzung zur Produktion hochwertiger Spezialsortimente und zur Bereitstellung von Energieholz. Der Energieholzbedarf in Form von Stückholz und Hackschnitzeln verzeichnet eine zunehmende Tendenz und liegt jetzt bei einem Anteil von etwa 30% an der Gesamtnutzung.

 

Kompetente und aktuelle Informationen zum Holzmarkt vermittelt die Holzmarkt Ostschweiz AG, eine Tochtergesellschaft der Waldwirtschaftsverbände der Ostschweiz und des Fürstentums Liechtenstein.

 

www.holzmarkt-ostschweiz.ch

 

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