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Stickstoffeintrag im Wald

Bildmontage Brombeere und Fichtenwurzelteller

Links: Übermässiger Stickstoffeintrag fördert das Wachstum der stickstoffliebenden Brombeere im Wald. Rechts: umgestürzte Fichte mit flachem Wurzelteller.

 

 

95 Prozent der Schweizer Wälder sind heute mit Stickstoff überdüngt. Das bringt Bäume und Waldökosysteme gleichermassen aus dem Gleichgewicht.

 

Industrie, Verkehr und Landwirtschaft stossen eine grosse Menge von reaktiven Stickstoffverbindungen aus, die über die Luft wieder auf den Boden gelangen. Wegen ihrer grossen Oberflächenrauhigkeit wird in Wäldern eine besonders grosse Menge dieser Verbindungen abgelagert. Die Einträge können mehr als 50 kg pro Hektare und Jahr erreichen. Als naturnahe Ökosysteme sind Wälder gegenüber Einträgen von Stickstoff empfindlich.

 

Der vermehrte Stickstoffeintrag führt, zusammen mit der Versauerung des Bodens, zu einem unausgewogenen Angebot von Nährstoffen für die Waldbäume. Die Folgen sind unter anderem erhöhte Anfälligkeit gegenüber Frost sowie verminderte Resistenz gegenüber Schadinsekten und Trockenheit. Zudem wurzeln die Bäume oberflächlicher, was die Standfestigkeit erheblich reduziert und die Anfälligkeit für Windwurf erhöht.

 

Weiterführende Publikationen

INSTITUT FÜR ANGEWANDTE PFLANZENBIOLOGIE SCHÖNENBUCH
PDF-Datei Waldbeobachtung_IAP_Bericht_2013 (4011 kB, PDF)   09.08.2017

BAFU UMWELT «Stickstoff - Segen und Problem»

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